Schwarmdummheit: Ameisen sind im Kollektiv intelligent, Menschen nicht…

Keine Macht den Doofen!

Schwarmdummheit: Ameisen sind im Kollektiv intelligent, Menschen nicht…

Bild: privat
Szene aus dem Film "Kaufen für die Müllhalde" (ARTE)

Es ist eine Binsenweisheit, dass größere  Menschenmassen größere Probleme erzeugen. Dennoch: Der eigentliche Grund für die globale Misere liegt nicht in der gestiegenen Biomasse des Menschen, sondern in der zu wenig genutzten Hirnmasse: Wir sind schlichtweg zu doof, um so viele zu sein! Jede ökologische Nische verträgt nur ein gewisses Maß an Blödheit – und der Mensch überspannt den Bogen in dieser Hinsicht gewaltig.

Angesichts der Katastrophen, die wir bereits ausgelöst haben, muss man sich wirklich fragen, wer die intelligentere Lebens­form ist: Mensch oder Ameise? Immerhin  übersteigt die Biomasse der Ameisen die des Menschen um ein Vielfaches. (Sie stellen nicht nur viel, viel mehr Individuen, sondern  bringen insgesamt  auch ein größeres Gewicht auf die Waage.) Und obwohl die vielen Trillionen Ameisen Tag für Tag wie die Weltmeister produzieren und konsumieren, gibt es bei ihnen weder ein Überbevölkerungs-­ noch ein Müllproblem. Allem Anschein nach verstehen sie es, intelligenter zu wirtschaften als wir. Aber warum ist das so? Wo liegen die Gründe für die augenscheinliche ökologische und ökonomische Weisheit der Ameisen und die nicht minder offenkundige Blödheit der Menschen? Sind wir als Einzelwesen nicht unendlich viel klüger als sie?

Natürlich sind wir das! Als Individuen sind wir den Ameisen kolossal überlegen,  auf der Ebene des Kollektivs haben wir trotzdem das Nachsehen: Denn Ameisen zeichnen sich durch Schwarmintelligenz aus, Menschen durch  Schwarmdummheit. Es ist exakt das umgekehrte Phänomen: Während sich aus der individuellen Beschränktheit der Ameisen eine kollektive Intelligenz ergibt, resultiert aus der individuellen Intelligenz der Menschen eine kollektive Beschränktheit: Erst gemeinsam sind wir richtig doof!

Denn das ist unsere Spezialität: Wir haben ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, das uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Dafür gibt es kaum ein besseres Beispiel als unsere heutige Wegwerfgesellschaft, die einerseits völlig irrsinnige Konsequenzen hat, andererseits  jedoch sehr wohl auf rationalen  Wirtschaftsstrategien beruht, etwa der sogenannten „geplanten Obsoleszenz“. Unlängst hat sich ein ARTE-Themenabend mit diesem bemerkenswerten Phänomen beschäftigt. Auf der ARTE-Website finden sich hierzu weiterführende Informationen: http://www.arte.tv/de/Die-Wegwerfer/3714422.html


 
  1. peter kloss 02.07.2012, 05:51

    Ich vergaß den den Gute – Nacht
    Kuß von Friedrich Nietzsche:
    “…so hat alle “Wahrheit”, alle “Güte” alle “Heiligkeit”, alle
    “Göttlichkeit” im christlichen Stile
    bis jetzt sich als große Gefahr erwiesen — noch jetzt ist die Menschheit in Gefahr, an einer lebenswidrigen Idealität zu Grunde zu gehen”.!!

  2. peter kloss 02.07.2012, 05:03

    Lieber Schmidt-Salomon!

    Die Zeit hat mich einfach rausgeschmissen, aus ihren Kommentarfunktionen; „Profil“ ist inzwischen gänzlich weg; dabei war ich nur gegen den EURO und gegen sein Christsozial – liberal – Grün –Sozialdemokratisch angehauchtes Verwesertum der Deutschen Nation.
    Vielleicht hilft uns wieder mal – und diesmal soll es gut sein – ein deutsch-jüdischer Mensch – wie weiland
    Walter Rathenau über Die Euro-Malaise hinweg.
    Einen Positiven Anfang machte der ZEIT- Mitherausgegeber Josef Joffe, der seinen Eurokritischen Artikel,
    nicht in der durch und durch euroapologetischen – quasi-sozialistischen Zeit veroffentlichte, sondern in der
    WELT..
    Hier der inkriminierte Artikel:

    „Sehr geehrter Herr Schieritz,

    Ihre Aussagen gelten nur für aktuelle, und nichtmal überschaubare Zeiträume. Ihre Thesenproduktion resultiert aus rein ökonomischen (mathematischen) Gesichtspunkten aller Perspektive (Nietzsche).
    Selbst vorausgesetzt, sie setzen die unterschiedliche Verifizierbarkeit der einzelnen Volkswirtschaften pari-
    tätisch, wäre möglicherweise eine andere Raum-Zeitkonstellation ausschlaggebend. Jetzt ist der AUSSCHLAG – möglicherweise – auf die KATASTROPHE – expressis verbis – gerichtet., und dies könnte et-
    was Gesundes sein!. Warum verstehen Sie das nicht?!. Sie haben ein Homöostasemodell, daß die ausschließ-
    liche Stabilisierung des Euro bevorzugt. Die Geschichte hält möglicherweise andere Verlaufsformen bereit, nennen Sie dies das Sein oder das Seinsgeschick, wie Sie wollen, welches Sie jetzt nicht verstehen können.
    (deswegen halte ich Sie nur im eingeschränkten, zeittypischem Maß für gebildet.) Ein Beispiel dafür wäre die
    Fragestellung in Bezug auf den deutschen Idealismus, der bei Habermas im doppelten Sinn aufgehoben scheint.

    Nachdem ich diese halbgaren Sätze formulierte, waren schon wieder die Ereignisse nicht mehr feststellbar. Ge-
    schweige denn die Intuitionen vor eineinhalb Jahren, die mir eine prinzipielle Paradoxie der guten Absicht des
    Habermaschen` Denkens nahelegte; und so bin ich ob Ihrer noch fast-Jugendlichkeit überhaupt nicht erstaunt,
    daß Sie jetzt einen grandiosen Rückzieher sich ins Werk legen damit Alles sich in einer Fließgeschindigkeit
    begreift

  3. peter kloss 28.06.2012, 02:09

    Kluge hatte vergessen G. Grass und den Euro einzufügen:Die Antike im Schwarm
    Am 03.06.12 schrieb ich diesen Artikel, der zunächst nur zu lang an Worten war, da ich versuchte, ihn als einfachen Kommentar zu veröffentlichen.
    Der Autor, auf den ich diesen Text beziehe (Ulrich Greiner), veröffentlichte in der ZEIT vom 31.05.12 , auf der ersten Seite “Die Antike in Ehren” einen Artikel, der die Frage stellte, ob den nun IWF – Chefin
    Frau Lagarde ( die die Griechen bezüglich ihrer Steuerzahlungsunfähigkeit “beschimpfte”) oder Günter Grass, der “dichterisch” das Gegenteilige tat,….. Ulrich Greiner beklagte den “nordeuropäischen Hochmut gegen den verlotterten Süden”……, und stellte die Frage, wer denn nun recht habe;
    Inzwischen sagte der oberste Steuereintreiber Griechenlands, daß Madame Lagarde recht hatte!. Und nicht
    Der Dichter und sein “alter” Freund Ulrich Greiner,
    dem man zugute halten muß, daß er vor einiger Zeit die Feststellung traf, (sinngemäß) daß die Dichter und Philosophen eh nichts von Europa zu erwarten hätten.
    Er erinnerte daran, daß die europäische Idee ihren Höhepunkt überschritten hätte…………..und bemerkte Nietzsches und Platons “neoaristokratischen Gesellschaftsentwurf”…….. und schließlich “ändert nichts da-
    ran, daß Europa nie eine Einheit gewesen ist, und nie eine sein wird.”.
    Und so muß ich in verschärfter Art und Weise formulieren:……………………………………………………………….
    Ja, das ist jetzt möglich; ein sich als Obersozialarbeiter der deutschen Halb – Bildung Gebärdender, gibt uns mittels Grass den Hölderlin – ich bin sprachlos – , soll man hier noch weiter argumentieren, oder soll man das Seine sagen?.
    Der Autor versucht also mittels eines Gedichts von Friedrich Hölderlin, eine Kohäsion ( Attika, die Heldin
    ist gefallen; wo die alten Göttersöhne ruhn,……) bezüglich der aktuellen Asozialität der griechischen Ver-
    hältnisse, verständlich in den Rahmen eines Zusammenhangs mit Günter Grass zu stellen,
    der, was diese Belange anbetrifft, überhaupt gar nichts mit “griechischer Bildung” zu tun hat, oder ge-nau soviel wie der Autor dieses Artikels?.
    (Vielleicht sollte der Eine oder Andere doch Heidegger und Nietzsche lesen, der als einer der Früheren
    auf Ihn (Hölderlin) schon hingewiesen hatte)
    Aber die Unverschämtheit des links – liberalen Bildungsbürgers, geht hinweg über die eigentliche Bedeutung Hölderlins und benutzt Ihn , wie schon die – damals durchaus legitim – angekränkelten
    68iger, die Hölderlin als Erste in eine sozialistische Verschleifposition brachten (z. B. Erich Fried)….
    geschieht das jetzt nicht schon wieder?.
    Die Hölderlinsche Eigentlichkeit, besteht in etwas Ungeheuerlichem, dessen Kommunizierbarkeit gegen
    Null tendiert, nämlich der Coincidentia – oppositorum, die nur wenigen zugänglich ist.
    Und wir sollten ihn nicht mit dem Euro verschleudern.
    Darauf sollte ein Schnaps getrunken werden, auf daß die Coincidentia – oppositorum Hölderlin´s eini-
    germaßen begreifbar wird.
    Ich stoße an auf Raymond Aron, Denis de Rougemont, T. S. Eliot, Giuseppe Ungaretti und Ignazio Si-
    lone (Für die geheimen Geister – Fernando Pessoa).

  4. peter kloss 24.06.2012, 05:14

    Lieber Schmidt-Salomon!

    Wenn es diese Homöostase wäre, die so leicht daherkommt : „ Ohne Schulden kein Vermögen“ , wäre die „holistische“ Ganzheit sofort gewonnen.

    D. h. Dies ist alles „irgendwo“ richtig und grundsätzlich falsch.

    Die grundsätzliche Nichtverortbarkeit des entscheidend bewahrheitenden Moments, gilt es zu begreifen!!.

    Als Beispiel erwähne ich das folgende Heidegger-Zitat:
    “Die Wahrheit >istnurRaumZeit<.".

    Fakt ist, niemand ist gegen den Sozialstaat und seiner keynsianischen Varianten, soweit man ihn sich leisten
    kann, und Deutschland kann ihn sich leisten, soweit es nicht die Sozialhife für die Südländer übernehmen muß.

    Da gibt es kein „links versus „liberal“, sondern von Können oder Nichtkönnen, von ( bisweilen ) Sein oder Nichtsein.

    Wie alle Geneigten Holisten vergessen Sie die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaften;
    und die „Menscheit“ ist ein verschnarchtes „System“, das bis zum Grunde des Abgrunds neigt.

    Da gibt es auch keine Rationalität, bzw. da hilft auch keine!;

    bzw. das ist so oder es ist nicht so!.

    Da es keine Gleichheit gibt, versuchen Sie hier den „rechten“ Anschein zu vermeiden, und vergessen dabei die gegenteilige Verstrebung aller Wahrheit, die Coincidentia Oppositorum.

    Als Gute-Nacht-Kuß gebe ich Ihnen noch folgenden Nietzsche:

    „Wenn es einmal möglich sein wird, isochronische
    Cultur – Linien durch die Geschichte zu ziehen, so wird
    der moderne Begriff Fortschritt artig auf den Kopf zu
    stehen kommen: – und der Index selbst, nach dem er gemessen, der Demokratismus.“.

  5. peter kloss 21.06.2012, 07:11

    …………….”.auf dass der Fortschritt überwunden sei ” schrieb mir einer meiner Freunde aus der Wannseekommunenzeit:

    ” Ja wo seid ihr alle mit eurem billigen Fortschrittsglauben……………… so könnte man fragen, wozu, da all diese Dinge durch die “Vernunft” korrigiert werden: Das Paulinische Christentum, der Sozialismus aller Schattierungen, ist die KATASTROPHE!!….. dessen griechischerKern – expressis verbis – die “Kehre” M. H. erzeugt. „endlich die Fabriken anzuzünden und die geschändete Erde ein wenig auszuräumen und zu entvölkern, damit wieder Gras wachsen, wieder aus der verstaubten Zementwelt etwas wie Wald, Wiese, Heide, Bach und Moor werden könne“.Hermann Hesse. Gut, als Mensch insofern man Kinder gezeugt hat, muß man eine Zukunft herstellen, und daran glauben!?. Was werden diese heutigen Kinder euch einmal vorhalten, daß ihr wiedermal versagt habt, wie damals in den 30igerJahren des 20. Jahrhundert (falls da noch eine aktuelle Geschichtsscheibung vorhanden ist.) Ach, ich glaube Ihr versteht den Ernst der Lage nicht, und rettet euch in einen Multikulturellen Universalismus, der denUntergang beschleunigt. ( Die Verschlimmbesserung des abstrakten Guten!!.) : ” …………….ist mir dieser theologische Freiheitsbegriff jedoch suspekt. Der Mensch der europäischen Kultur hat mit seinem Gott – dem Begriff eines „barmherzigen Gottes“, gepaart mit einer auf eigenen Vorteil bedachten Intelligenz – eine unglaubliche Pest in die Welt gesetzt. Afrika ist zerstört worden und wird bis heute durch europäische Interessen zerstört, Südostasien ist zerstört. China wird jetzt irregeführt, was die ganze Welt in unglaublich große Gefahren bringen wird. Wenn erst einmal jeder Chinese sein eigenes Auto hat, geht die Welt kaputt. Wie wäre diese Entwicklung zu stoppen, ohne abermals Hunger und Armut herbeizurufen? Die Entwicklung ist nicht zu stoppen.”. Peter Nadas.

    Nichts anderes als der ungarische Schiftsteller (jüdischer Herkunft) Peter Nadas, sagte Martin Heidegger; nur, er versucht es zunächst philosophisch zu begründen. Jüdisch-christlich-abendländisches Denken, davon und von Habermas etc. müssen wir uns verabschieden!!!
    (nicht neu restituieren!!! wie Habermas plus Katholizismus; bzw. krampfhaft (siehe Euro) konstituieren!”. Der ehemalige Wannsee-Kommunarde schrieb des weiteren: “Die Unterschiede der Ethnien innerhalb Europas sind erheblich: z. B. kannst Du das gesamte Norditalien sofort und ohne große Schwierigkeiten in ein Imaginäres Groß-Frankreich-Deutschland eingemeinden…….. der Rest bleibt assoziiert bzw. ist zu stolz.
    so long………!!!…….soll sich mit Afrika assoziieren!!!!
    Mit den Franzosen würde ich meine Grundsicherung teilen, nicht aber mit Griechen und
    anderen “Afrikanern”…… so liebenswert diese Menschen alle sind;……nun gut, es kommt immer anders als man denkt…………………und deswegen geht die Chose á la longue in die
    Hose;….. und sind Folgen der Überbevöllkerung mit weltweiter Verknappung von Rohstoffen, Vermüllung und Vernutzung der Meere, Venichtung der Tierwelt und
    sonstige Umwelten.
    Wer hatte mal den “Ausnahmezustand” im Sinn!!!!?? : Für die Doofen, es war Carl
    Schmitt und der jüdische Denker Leo Strauss” …. So schrieb der ehemalige Wannseekommunarde……………………………kurze Zeit lebte ich auch in der Kommune I !. sic.. L G peter kloss, berlin

  6. Humanyu 29.02.2012, 15:17

    Homo demens lässt grüssen!

    Wie blöd muss man eigentlich sein um nicht hinter das System der jahrtausendealten Sklaverei schauen zu können?

    Nur weil heutzutage die Peitschen und Fussfesseln fehlen, heisst das noch lange nicht, das das Sklaventum überwunden wurde.

    Es wurde einfach durch ein viel genialeres Konzept ersetzt!

    Ach wär ich doch Sklavenhalter geworden!

    Hm, aber dann würd ich mich als integre Person natürlich ziemlich Sch*** fühlen.

  7. peter kloss 25.02.2012, 07:46

    Schichtenkurzschluß!!!!

  8. peter kloss 25.02.2012, 07:21

    siehe: SCHICHTENKURZSCHLUSS.
    Der Quantensprung findet immer
    statt,–bei Einzelnen, Seltenen: Die platonische Urerfahrung
    (Broch), der Schichtenkurzschluß im Gehirn (Kloss), René Char,
    Ernst Jünger etc. Was soll ein Mensch schon machen, wenn er diese Erfahrung gemacht hat.

    Heiligt euch selbst

  9. peter kloss 24.02.2012, 10:12

    Sehr geehrter S. S

    Nur wenn genügend Linke, Ökos, Habermasianer etc., also
    GLEICHMACHER aller Couleur gegen Sie sind, ist Ihren Thesen
    wirklich zu trauen.
    MfG peter kloss.

  10. Gregor 16.02.2012, 16:18

    Industriefinanziert oder nicht. Klimawandel gibt es natürlich. Und nicht erst seit der Industrialisierung. Sondern schon so lang wie es die Erde gibt. Und diese vielen Klimawändel (ist das der Plural ?) in der Vergangenheit, lang bevor es doofe und kluge Menschen gab, waren einigermaßen deutlicher und manche sogar wirklich verheerend.

 

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